Matchbericht FCI - FCA

Zu später Stunde reisten wir zum Auswärtsspiel nach Interlaken, mit dem Vorhaben wichtige drei Punkte abzuholen. Punkte nimmt man nicht einfach so mit (schon gar nicht in Interlaken), dafür braucht es Einsatz, Kampf und Siegeswillen, doch genau diese Eigenschaften liessen wir leider vermissen. Gegen die "Wundertüte" FC Interlaken wollten wir zuerst etwas abwartend aufspielen und so stimmte uns Interimscoach Ch. Böhlen in der Garderobe auf eine etwas defensivere Taktik ein. Dies ging zu Beginn des Matches hervorragend auf und wir konnten durch den schönen Treffer von J. Ruchti sofort in Führung gehen. Kurz danach wurde ein Interlakner in unserem Strafraum gefällt und der gut pfeifende Schiedsrichter (darf auch mal gesagt werden) zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Doch unser ebenfalls sehr gute Torhüter P. Linder hielt den Penalty wiederum souverän und uns somit weiterhin in Führung. Wahrscheinlich dachten wir, dass uns nun nichts mehr passieren könne und liessen den Druck des Gegners weiterhin zu. Die logische Folge war der Ausgleich nach einem wohl offsidewürdigen Angriff der Interlakner – mit diesem Resultat gings dann auch in die Halbzeitpause. Uns war klar, dass wir in der zweiten Halbzeit mit viel mehr Leidenschaft und Herz spielen mussten, um überhaupt einen Punkt holen zu können. Doch auch nach dem Pausentee tanzte uns der Gegner teilweise um die Ohren und wir standen wie Slalomstangen Spalier. Es war sicher nicht nur der sehr tiefe Rasen, welcher einem Acker glich, der ein gepflegtes Kombinationsspiel schwierig machte, eher war es unsere Unvermögenheit. Es wurde zu wenig oder falsch gelaufen und somit vielfach nur lange Bälle geschlagen – eine Spielart, welche uns eigentlich überhaupt nicht entspricht. Trotzdem kamen wir zwischenzeitlich zu wenigen, allerdings guten Torchancen, doch die Auswertung liess wie so oft auch an diesem Tag zu wünschen übrig. Der FC Interlaken spielte nicht unbedingt viel besser, wollte aber den Sieg mehr als wir und schoss nach einem Freistoss in den Schlussminuten das 2:1. Unsere anschliessende offensive Umstellung brachte leider keinen Erfolg mehr und wir waren bedient. Es gilt nun sofort nach vorne zu schauen und die letzten zwei Vorrundenspiele mit grossem Elan und vor allem Leidenschaft anzugehen. Uns wurde in letzter Zeit öfters aufgezeigt, dass es nicht genügt, nicht an die Leistungsgrenze gehen zu wollen um einen Sieg zu erreichen. Um beim anstehenden Auswärtsspiel in Erlenbach gegen EDO bestehen zu können wird allerdings jeder von uns genau dies tun müssen. Also Mund abwischen, weitermachen!

Hopp FCA, S. Feller #9